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Längstwellen - Empfang (neue Erkenntnisse)

Geschrieben von Martin, DF3MC. Veröffentlicht in CØ3 Bastelprojekte

SAQ QSL  Am Morgen des 24.12.07 ging die historische Längstwellenstation SAQ wieder auf Sendung. Es ist - soweit ich weiß - der einzige noch betriebsfähige Maschinensender der Welt.

Der Sender befindet sich in Süd-Schweden und wurde zum "Weltkultur - Erbe" erklärt. Nur zu wenigen Gelegenheiten wird die Anlage in Betrieb gesetzt. Die Sendeleistung dort beträgt immerhin 200 kW.

Der Empfang ist gar nicht so schwierig,  denn jeder von uns hat schon einen Empfänger für 17,2 kHz im Shack stehen.

Jede Soundkarte in unserem PC kann Frequenzen bis 20 kHz aufnehmen und digitalisieren.

Es sind nur einige wenige Schritte erforderlich, um damit auch elektromagnetische Wellen aufzunehmen.

Rahmenantenne

  1. Die Antenne: Meine Empfangsversuche habe ich bisher mit einer Rahmenantenne gemacht.
    Die habe ich am letzten Weihnachtsmorgen in kurzer Zeit zusammengelötet, aus einem ca 4,5m langen Flachbandkabel, dessen Adern ich so zusammengelötet habe, dass sich eine Spule mit 8 Windungen ergibt. Sie wird an den Mikrofon ? Eingang der Soundkarte angeschlossen.
    Für die Versuche in diesem Jahr hat die Antenne ein paar Windungen Draht hinzu bekommen. Dadurch erhöht sich die Signalstärke. Theoretisch wäre es wohl günstiger, den vorhandenen Draht für eine möglichst große Windung zu verwenden, andererseits ist die kleine Antenne viel einfacher zu handhaben.
    Wie man aus den Empfangsberichten auf der HP von SAQ sieht, ist aber auch mit Drahtantennen ein Empfang möglich.

  2. Ich habe die Antenne resonant gemacht:
    Auch die Kurzwellenantennen sind in der Regel in Resonanz. So habe ich versucht, die Rahmenantenne in einen resonanten Parallel-Schwingkreis zu verwandeln.
    Eine überschlagsmäßige Rechnung ergab für den Rahmen eine Induktivität von einigen hundert µH, was auch durch Messung mit dem Kapazitätsmessgerät bestätigt werden kann. Um im Bereich von 10 bis 20 kHz resonant zu werden, benötigt man eine Parallelkapazität von ca 100 nF.
    Mit mehreren Folienkondensatoren wurde das ausprobiert:
    Die Resonanzkurve der Antenne wurde mit verschiedenen Kondensatoren gemessen, wobei als Signalquelle ein kleiner Elektromotor als ?Funkensender? diente.
    Rocky 1.5
    Es zeigt sich deutlich die Selektivität der Antenne mit einem wesentlich höheren Signalpegel bei der Resonanzfrequenz.

  3. Die Empfangssoftware: Die meisten von uns werden die Frequenz von 17,2 kHz leider nicht mehr mit eigenen Ohren hören können, deshalb brauchen wir noch eine passende Software.
    Dafür habe ich ROCKY 1.5 benutzt, das frei erhältlich ist. Damit kann man das gesamte Signalspektrum anschauen, und das gewünschte Signal demodulieren. Die Bandbreite ist einstellbar, bis zu sehr kleinen Werten. Das gesamte empfangene Signal kann für spätere Auswertungen gespeichert werden. Auch das demodulierte Signal kann aufgezeichnet werden.
    Auch andere Programme können genutzt werden , z.B. SPECTRAN V2, mit dem man sich das ganze Signalspektrum anschauen kann oder WINRAD 1.25. Damit kann ein kompletter Empfänger nachgebildet werden, mit BFO, allen Filtermöglichkeiten und grafischer Anzeige des Signals.
    (Sämtliche Programme sind freeware)

     

Empfangssignal mit QRM

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